Rezension

24 Work Hacks

Buch-Cover: 24 Work Hacks

»Arbeit« klingt nicht gut, sie ist in Verruch gekommen. Man muss sie erst hacken, um wieder Spaß bei dem zu empfinden, was wir viele Stunden in der Woche tun. Und um den Arbeitsplatz wieder zu einem Ort zu gestalten, an dem Hervorragendes mit Begeisterung geleistet wird.

sipgate ist heute ein Düsseldorfer Vorzeigeunternehmen, wenn es um New Work, Agile und Lean geht. Man mag kaum glauben, was man bei einer Führung durch das offene Haus erleben kann. Die Atmosphäre steckt an, begeistert und lässt einen sich gleich etwas kreativer fühlen. Das Buch „24 Work Hacks“ will nun genau dieses Gefühl auffangen, weitergeben und transportfähig machen.

sipgate, das sind zuallerst einmal die Menschen, die beim ersten deutschen VoIP-Anbieter an der Schnittstelle zwischen Internet und Telefonie arbeiten. Sie sind es, denen wir auf zahlreichen Fotos immer wieder begegnen und denen wir dabei zuschauen können, was sie Arbeit nennen. Arbeit? Das meint eigentlich Zusammenarbeit, Transparenz und Miteinander. Alles wird vollgeklebt, Taskboards und Stickys hängen an den Wänden und werden nicht im Rechner versteckt – auch die Unternehmenszahlen und Produkt-Reports finden sich darunter und sind frei zugänglich für alle. In Cross-funktionalen Teams trifft man sich zum Stand-Up, arbeitet in »Pairs« zusammen, stellt gemeinsam neue Kollegen ein und reflektiert regelmäßig in Retrospektiven über Möglichkeiten zur Verbesserung. Team übergreifend finden Demos der neuen Produkte und Feature statt, der regelmäßige Open Friday hebt den Blick, ist Marktplatz für den Wissenstransfer. Und immer geht es in das eigene Restaurant mit den Kollegen oder den gern- und vielgesehenen Gästen.

Das schlanke „24 Work Hacks“ kommt mit vielen Bildern und wenig Text daher, alles wirkt ganz leicht und selbstverständlich und ist in kurzer Zeit komplett gelesen. Der Untertitel verrät, dass der Weg zur heutige sipgate wohl nicht immer so leicht war, auf mache Verbesserung wären sie wohl gerne früher gekommen. Dieses Buch dokumentiert zum einen, wie man sich als Unternehmen heute sowohl durchaus im Sinne der Wertschöpfung, als auch als Ort des gemeinsamen Arbeitens auf Augenhöhe aufstellen kann. Darüber hinaus bietet es für alle, die nach neuen Formen des Arbeitens suchen, einen ersten Einblick, wohin die Reise gehen kann. Und wenn man nicht mehr weiter weiß? „Kommt vorbei! Unter lunch.sipgate.de könnt ihr euch bei uns zum Essen einladen.“

24 Work Hacks … auf die wir gerne früher gekommen wären. sipgate 2016.

PS: Bücher kaufe ich übrigens am liebsten vor Ort in der Buchhandlung meines Vertrauens.

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